Vertreterversammlung der Volksbank Greven

Greven, 22.07.2020

Aufgrund der Corona Pandemie erfolgte am Mittwochabend die jährliche Vertreterversammlung der Volksbank Greven nicht im eigenen Haus. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hubertus Bange eröffnete und leitete die Versammlung mit den Mitglieder-Vertretern der Bank in den Räumlichkeiten von „Stroetmanns Fabrik“ in Emsdetten.

Vorstandsmitglied Andreas Hartmann berichtete über das Geschäftsjahr 2019 und erläuterte den Vertretern hierzu die vom Prüfungsverband bestätigten Zahlen.

„Es war ein herausforderndes, aber ein insgesamt zufriedenstellendes Jahr“ bewertete der Vorstand die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2019. In allen Bereichen des Kundengeschäftes konnte ein Wachstum erzielt werden. Die Corona Pandemie spielte noch keine Rolle, so Hartmann.

Zum Ende 2019 wies die Bank eine Bilanzsumme von rund 701 Mio. Euro aus. Eine Steigerung um 34 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.

Die extreme Niedrigzinsphase bestimmte auch das Geschäftsjahr 2019. Dennoch konnte der Bestand der Kundeneinlagen gegenüber dem Vorjahr um 36 Mio. Euro oder 8,6 Prozent erneut gesteigert werden. Die stabile Konjunkturentwicklung verschaffte den Unternehmenskunden gute Liquiditätspolster. Auch die Einlagen der Privatkunden entwickelten sich dynamisch. Zudem profitierte die Volksbank von dem großen Vertrauen der Kunden.

Im Wertpapierbereich erfreuten sich nachhaltige Anlagekonzepte in renditestarken Investmentfonds wachsender Beliebtheit bei den Kunden. Durch die positiven Wertentwicklungen an den Kapitalmärkten und die individuellen Anlagelösungen stieg das Wertpapiervolumen der Volksbank-Kunden deutlich an.

Sehr erfreulich entwickelte sich auch die Kreditvergabe im Jahr 2019. So konnte die Volksbank ein gutes Wachstum im Kreditgeschäft verzeichnen. Die Kundenforderungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 28,4 Mio. Euro oder 5,6 Prozent. Diese positive Entwicklung resultiert aus der hohen Nachfrage nach Wohnungsbau- und Investitionsfinanzierungen. Von den Unternehmen wurden Kredite in unterschiedlichsten Laufzeiten und Kredithöhen nachgefragt. Ungebrochen groß war der Bedarf nach Baufinanzierungen. Kunden wünschten Immobilien zur Eigennutzung aber auch zur Kapitalanlage mit langen Zinsbindungen von 20-25 Jahren und im Privatkundenbereich bis zu 30 Jahren. Durch den weiteren Ausbau des Vermittlungsgeschäftes entwickelte sich insbesondere die Kreditvermittlung im Bereich der Baufinanzierungsdarlehen sehr positiv.

Die Vermögenslage der Volksbank ist geordnet. Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die im Vorjahr prognostizierte Stärkung der Eigenmittel ist eingetreten.

Der Jahresüberschuss lag mit 590 TEUR leicht über dem Vorjahresniveau und erreichte eine zufriedenstellende Höhe. Für das Jahr 2019 erhalten die Städte Greven, Altenberge und Nordwalde erneut hohe Steuerzahlungen.

Im Anschluss an die Bilanzberichterstattung über das Geschäftsjahr 2019 hielt Vorstandsmitglied Dietmar Dertwinkel einen Ausblick auf das Jahr 2020 (siehe gesonderter Bericht).

Darauf folgte der Bericht des Aufsichtsrates mit den entsprechenden Wahlen (gesonderter Bericht).

Bei der Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses wurden erste Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich. Aufgrund des zufriedenstellenden Jahresergebnisses 2019 und der Eigenkapitalausstattung der Volksbank war eine Dividendenausschüttung von 4 % an die Mitglieder wie in den Vorjahren geplant. Durch die Corona-Krise macht sich jedoch eine deutliche wirtschaftliche Unsicherheit breit. Sowohl die Europäische Zentralbank, als auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht haben zwischenzeitlich an alle Banken die ausdrückliche Vorgabe herausgegeben, das zur Verfügung stehende Kapital im Bankensektor zu belassen. Die Aufsichtsbehörden in Deutschland haben an alle Banken die dringende Erwartung formuliert, in der derzeitigen ungewissen Situation keine Dividenden auszuzahlen.

Die Volksbank Greven schließt sich der nachdrücklichen Empfehlung der Aufsicht an, aus Vorsichtsgründen auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten. „Hiermit setzen wir ein Zeichen der Solidarität in außergewöhnlichen Zeiten für die Menschen in unserer Region“, so Hartmann.

Das Jahr 2019 war für die Volksbank Greven ereignisreich und spannend. Die Fusionsvorbereitungen verliefen intensiv und partnerschaftlich. Viele Projekte wurden umgesetzt. Für die Kunden wurden zahlreiche Veranstaltungen zum Austausch und Netzwerken angeboten.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Beschlussfassung über die Verschmelzung mit der Vereinigte Volksbank Münster und der VR-Bank Kreis Steinfurt (siehe gesonderter Bericht).

Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2019:

  • Bilanzsumme 701 Mio. Euro (+ 34 Mio. Euro)
  • Kundenforderungen 531 Mio. Euro (+ 5,6 %)
  • Fördermittelbestand über 133,7 Mio. Euro
  • Bankeinlagen der Kunden 36,1 Mio. Euro Wachstum
  • Ertrag leicht über Vorjahresniveau (590 TEUR)
  • Steuern 1,9 Mio. Euro (darin Gewerbe-Steuern von ca. 1 Mio. Euro für 2019)