Vertreterversammlung 2019

Geschäftsentwicklung der Volksbank im Geschäftsjahr 2018 zufriedenstellend

Greven, 27.06.2019

Am Mittwochabend führte die Volksbank Greven ihre Vertreterversammlung durch. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hubertus Bange eröffnete und leitete die gut besuchte Vertreterversammlung der Volksbank.

Mit einem kleinen Empfang vor Beginn der Veranstaltung in der Schalterhalle hatte die Volksbank in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. Auch in diesem Jahr gelang es, in lockerer Atmosphäre mit den Mitglieder-Vertretern der Bank ins Gespräch zu kommen, bevor die entsprechenden Regularien und Berichte einer Vertreterversammlung vorgetragen wurden.

Vorstandsmitglied Andreas Hartmann berichtete über das Geschäftsjahr 2018 und erläuterte den Vertretern hierzu die vom Prüfungsverband bestätigten Zahlen.

„Unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen sind wir mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 2018 insgesamt zufrieden“, resümierte Hartmann.  In allen Geschäftsbereichen konnte ein gutes Wachstum erzielt werden. Zum Ende 2018 wies die Bank eine Bilanzsumme von 667 Mio. Euro aus. Eine Steigerung um über 8 % gegenüber dem Vorjahr.

Die anhaltende Niedrigzinsphase bestimmte auch das Geschäftsjahr 2018. Vor diesem Hintergrund ist das erzielte Wachstum der Kundeneinlagen bemerkenswert. Der Bestand der Kundeneinlagen konnte gegenüber dem Vorjahr um 35,2 Mio. Euro oder 9,1 Prozent erneut gesteigert werden.

Die Firmenkunden nutzten das Anlagegeschäft in 2018 stärker, um Liquidität anzulegen, die nicht für Unternehmens-Investitionen benötigt wurde. Die gute Auftrags- und Ertragslage aufgrund der guten Konjunktur führte zu höheren Liquiditätspolstern bei den Unternehmenskunden der Bank.

Im Wertpapierbereich prägte auch 2018 das Sicherheitsbedürfnis der Kunden die Nachfrage. Der Inflationsschutz sowie die Vermögensstruktur standen im Fokus.

Die Kreditvergabe entwickelte sich im Jahr 2018 außerordentlich erfreulich. Auch im Kreditgeschäft konnte hohes Wachstum verzeichnet werden. Die Kundenforderungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 37,1 Mio. Euro oder 8,0 Prozent.
Im gewerblichen Bereich nutzten die Kunden Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionsdarlehen für ihre Unternehmen aber auch für den Erwerb von Vermietungsobjekten. Die Baufinanzierungsnachfrage war wiederum sehr rege. Immobilien zur Eigennutzung sowie zur Kapitalanlage waren extrem gefragt. Das angestrebte Wachstumsziel wurde übertroffen.

Mit dem Verlauf beim Bauspar- und Versicherungsgeschäft ist die Volksbank zufrieden. Auch die Vermittlung privater Konsumentenkredite war erfolgreich. Die Steigerung des Provisionsergebnisses lag leicht über den geplanten Werten. Das Dienstleistungsgeschäft hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt.

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die im Vorjahr prognostizierte Stärkung der Eigenmittel aus dem Jahresergebnis 2017 ist eingetreten.

Der Jahresüberschuss lag mit 579 TEUR über dem Vorjahresniveau und erreichte eine zufriedenstellende Höhe. Die Städte Greven, Altenberge und Nordwalde dürfen sich auf erneut hohe Steuerzahlungen freuen.

Hartmann berichtete, dass aufgrund des zufriedenstellenden Geschäftsergebnisses die Volksbank ihren über 12.600 Mitgliedern eine attraktive Dividende von 4 Prozent ausschüttet. Die Rendite liegt damit, wie in den Jahren zuvor, weit über dem Kapitalmarktniveau.

Ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr, zogen die Vorstände Hartmann und Dertwinkel Bilanz und berichteten über den Sachstand der Kooperation mit Fusionsabsicht. Mit der im Oktober 2017 geschlossenen Kooperation mit den Nachbarbanken VR-Bank Kreis Steinfurt und Vereinigte Volksbank Münster wurden die Weichen für eine zukünftige Groß-Volksbank und eine dauerhaft erfolgreiche Zukunft gestellt. Es wird eine Bank aus den Regionen für die Regionen mit starker regionaler Verbundenheit entstehen. Die Zusammenarbeit zwischen den 3 Banken verläuft sehr intensiv und partnerschaftlich. Viele Projektgruppen arbeiten aktuell daran, dass der Zusammenschluss der drei Institute im Jahr 2020 reibungslos funktionieren wird. Gemeinsam hatten sich die 3 Banken bereits auf die Einführung eines neuen EDV-Systems im Frühjahr 2019 vorbereitet.

Die bedarfsgerechte Beratung der Mitglieder und Kunden steht weiterhin im Mittelpunkt. Die Gestaltung der neuen Beratungsräume in der Hauptstelle nahm die örtlichen Themen Schöneflieth, Emsaue, Ballenlager sowie Sachsenhof auf und bietet neben der neuesten Technik ein ansprechendes Ambiente für die Beratungsgespräche.

Die persönliche Beratung der Kunden aber auch der Ausbau des KundenServiceCenters spiegeln die Anforderungen wider. Immer mehr Kunden nutzen die telefonischen und digitalen Angebote. Ein wesentlicher Grund für die Volksbank, in die Verbesserung der Kommunikation, Sprachqualität und des Arbeitsumfeldes der fünf Telefonieplätze zu investieren. Darüber hinaus hält die Digitalisierung weiter Einzug. Neben der persönlichen und telefonischen Beratung wird im laufenden Jahr auch die Videoberatung im Leistungskatalog der Bank zu finden sein.

Im Anschluss an die Bilanzberichterstattung über das Geschäftsjahr 2018 hielt Vorstandsmitglied Dietmar Dertwinkel einen Ausblick auf das Jahr 2019 (siehe gesonderter Bericht).

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Vertreterversammlung waren Wahlen zum Aufsichtsrat (gesonderter Bericht).


Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2018:

  • Bilanzsumme 667 Mio. Euro (+ 58 Mio. Euro)
  • Kundenforderungen 503 Mio. Euro (+ 8 %)
  • Wachstum vermitteltes Kreditgeschäft 38 Mio. Euro
  • Fördermittelbestand über 118,4 Mio. Euro
  • Bankeinlagen der Kunden 35,2 Mio. Euro Wachstum
  • Ertrag über Vorjahresniveau (579 TEUR)
  • Dividende 4 % für über 12.600 Mitglieder
  • Steuern 2,2 Mio. Euro, darin Gewerbe-Steuern 1,1Mio. Euro für 2018