Am Mittwochabend führte die Volksbank Greven mit ihren Niederlassungen in Altenberge und Nordwalde im Öffentlichkeitsraum der Volksbank ihre Vertreterversammlung durch.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Czekalla eröffnete und leitete die gut besuchte Vertreterversammlung. Vorstandsmitglied Manfred Oeing berichtete über das Geschäftsjahr 2008 und erläuterte den Vertretern hierzu die vom Prüfungsverband bestätigten Zahlen der Volksbank. In seinem Jahresrückblick richtete Oeing sein Augenmerk zuerst auf das letzte Quartal 2008, in dem das Wachstum ein – und die Finanzkrise für jeden erkennbar ausbrach. Das weltweite Finanzbeben hat die Bankenwelt auf den Kopf gestellt, die Wichtigkeit des deutschen 3-Säulen-Systems untermauert und die Stärken des Genossenschaftssystems deutlich gemacht.
Die Volksbank Greven ist nah an den Menschen im Geschäftsgebiet und das seit über 122 Jahren. Mit ihrer mitglieder- und kundenorientierten Geschäftspolitik und ihrer regionalen Ausrichtung sei die Volksbank auch in Zeiten der globalen Finanzmarktkrise erfolgreich geblieben. Die Volksbank Greven trotzt der Krise und knüpft mit der Bilanz 2008 an die Erfolge der Vorjahre an.
Das Geschäftsjahr 2008 schloss mit einer Bilanzsumme von 444 Mio. Euro ab. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 Prozent. Zur überdurchschnittlichen Bilanzsummensteigerung trugen zum einen die Privatkunden und zum anderen getätigte Offenmarktgeschäfte bei. Das Vertrauen der Kunden in ihre Volksbank vor Ort spiegelt sich in der Steigerung der Einlagen wider. Eine Erhöhung um 4 Prozent auf 281,1 Mio. Euro weist die Bilanz 2008 aus. Die Kunden honorieren die persönliche Beratungsqualität, die Sicherheit und Verlässlichkeit. Der Einlagenrückfluss von den sogenannten Direktbanken setzte sich – auch im Hinblick auf die Finanzmarktkrise - in 2008 fort. Der Wertpapierbereich wurde 2008 von den Kurseinbrüchen an den Börsen geprägt. Aufgrund der gesunkenen Kurswerte verringerte sich das betreute Depotvolumen um 19 Prozent. Im Fondsbereich der Union Investment konnte das Anlagevolumen gegen den bundesweiten Trend gehalten werden. Das in den Depots der Volksbankkunden verwaltete Fondsvolumen blieb gegenüber 2007 fast unverändert.
Das Verbundgeschäft wurde 2008 stark durch das Thema Vorsorge geprägt. Weiter gefragt waren Produkte der Riesterrente. Die Zahl der abgeschlossenen Riester-Verträge stieg weiter um rund 21 Prozent. Mit dem Bauspargeschäft ist der Vorstand hoch zufrieden. Das hohe Niveau des Vorjahres konnte noch einmal übertroffen werden. 28 Mio. Euro an neuen Bausparverträgen wurden von den Kunden abgeschlossen.
Die Forderungen an die Volksbankkunden veränderten sich mit rund 261 Mio. Euro kaum. Obwohl im privaten Wohnungsbau weiterhin Modernisierungsdarlehn, z.B. für Energiemaßnahmen, gefragt waren, ging die Investitionsneigung aufgrund der Finanzmarktkrise zurück.
Die Erträge der Bank liegen aufgrund des Geschäftswachstums höher als im Vorjahr. Da die Ausfallraten im Kreditgeschäft gering waren und die Bank keinerlei Wertpapiere im Eigenbestand hält, die von der Finanzmarktkrise betroffen waren, ist auch das Bankergebnis nach Risikovorsorge noch einmal gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Das Eigenkapital der Bank konnte weiter gestärkt werden.
Oeing berichtete, dass die Volksbank nach Abzug der Steuern einen Bilanzgewinn von 630 TEUR erwirtschaftet hat und an die Bankteilhaber für das Geschäftsjahr 2008 eine attraktive Dividende von 5,50 Prozent ausschüttet.
Im Anschluss an die Bilanzberichterstattung über das Geschäftsjahr 2008 hielt Vorstandsmitglied Andreas Hartmann einen Ausblick auf das Jahr 2009 (Siehe gesonderten Bericht).
Weitere Tagesordnungspunkte der Vertreterversammlung waren Wahlen zum Aufsichtsrat (siehe gesonderter Bericht).
Greven, 25.06.2009