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Denken wie Edison

 

„Das Edison-Prinzip“: Wie man das Undenkbare denken und das Unerreichbare erreichen kann. Unter dieser Themenstellung gab Jens-Uwe Meyer auf Einladung der Volksbanken im Altkreis Steinfurt in der Stadthalle Rheine Tipps für kreative Ideen

 

Jeder kennt Thomas Alva Edison. Die wohl bekannteste Erfindung, die dem US-Amerikaner zugeschrieben wird, war die Glühbirne. Was wohl die wenigsten wissen: Erfunden hat sie ein deutscher Forscher. Beide tüftelten jahrelang an derselben Idee. Entscheidender Unterschied: Edison hatte dabei – wie bei allen seinen insgesamt 1.093 Patenten, die er zeitlebens für seine Erfindungen erhielt – vor allem den Nutzen für die Anwender im Hinterkopf. Sein Credo: „Was sich nicht verkauft, möchte ich nicht erfinden.“

Auch viele Berufstätige stehen heute unter dem ständigen Druck, kreativ zu sein. „Kreativität ist einer der wesentlichen Faktoren für unter-nehmerischen Erfolg. Wer neue Ideen hat, hebt sich vom Markt ab, gewinnt Mitarbeiter und Kunden“, verdeutlichte Bankvorstand Gerhard Baumann (Volksbank Nordmünsterland) in seiner Begrüßung. Wie aber jeder weiß, lassen sich gute Ideen nicht erzwingen.

Doch auch als Otto-Normalbürger muss man kein Genie wie Edison sein, um gute Ideen zu haben – diese beruhigende Botschaft hatte Managementberater Jens-Uwe Meyer für die Zuhörer im Gepäck, die sich am Montagabend auf Einladung der Volksbanken im Altkreis Steinfurt in der Stadthalle Rheine versammelt hatten. Selbst Edison habe seine Erfindungen nicht aus dem Ärmel geschüttelt, sondern gezielt darauf hingearbeitet, erläuterte Meyer. „Die ersten zehn Versuche mache ich, um zu erfahren, wie es nicht geht.“ Scheitern sei Teil des künftigen Erfolgs. „Hochinnovative Unternehmen experimentieren, die anderen geben auf“, erklärte Meyer.

Damit es nicht soweit kommt, sollte man das Edison-Prinzip befolgen. Dessen sechs Schritte lauten entsprechend den sechs Buchstaben im Namen nach den Ausführungen von Meyer wie folgt: Erfolgschancen erkennen, Denkautobahn verlassen, Inspirationen suchen, Spannung erzeugen, Ordnen & Optimieren, Nutzen maximieren.

„Werden Sie offen für die versteckten Probleme, versuchen Sie neue Wege zu gehen“, gab der Unternehmensberater, Buchautor und gelernte Polizist aus Hamburg den Zuhörern zum Abschluss mit auf den Weg. Jens-Uwe Meyer: „Die Leidenschaft für Ideen ist das, was uns antreibt.“
Zur Person:  
Jens-Uwe Meyer (43) kombiniert fundiertes Management-Know-how mit kreativem Denken und einem einzigartigen Erfahrungsschatz, der sich aus seinem beruflichen Werdegang speist. Dabei kommt ihm seine Ausbildung zum Polizeikommissar, seine Tätigkeit als Programmdirektor beim Radio und seine Trainer-Profession in Unternehmen gleichermaßen zugute, wenn es um Ideen-Entwicklung, kreative PR, Informations-Strategien und Ideen-Findung geht.

Vor mehr als zehn Jahren begann Jens-Uwe Meyer, Lehrprogramme und Trainingskonzepte zur Steigerung von Kreativität bei Journalisten zu entwickeln. 2006 gründete er die Firma „Die Ideologen“, die kundenspezifische Konzepte und kreative Ideen für zahlreiche deutsche Großunternehmen entwickelt.

Seit 2001 wirkt der Autor von Büchern über kreatives Denken und Arbeiten auch als Dozent und übt seine Referenten-Tätigkeit an Weiterbildungseinrichtungen, zum Beispiel an der Deutschen Hörfunk-Akademie, der Schweizer Journalistenschule oder den Universitäten Jena und Leipzig aus.

 

Volksbank-Vorstand Manfred Oeing mit Jens-Uwe Meyer (l), der am Montagabend auf Einladung der Volksbanken im Altkreis Steinfurt in der Stadthalle Rheine über das „Edison-Prinzip“ referierte.