Heimische Landwirte informierten sich beim „Landwirteforum 2007“ der Volksbank Greven und Volksbank Saerbeck über Entwicklungstendenzen und Anpassungsstrategien
Für die heimische Landwirtschaft gibt es zahlreiche Anzeichen für einen positiven Blick in die Zukunft. Die Trendwende im Fleisch- und Milchmarkt ist nach Meinung von Dr. Albert Hortmann-Scholten trotz steigender Energie- und Futterkosten bei stagnierenden Erlösen eingeleitet. In 2008 seien deutlich höhere Erzeugerpreise zu erwarten, erklärte der Agrarexperte von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Montag (26. No-vember) auf dem gemeinsam von der Volksbank Greven und der Volksbank Saerbeck durchgeführten „Landwirteforum 2007“.
Insbesondere die durch Veredlung geprägte westfälische Landwirtschaft könne vom erwarteten Aufschwung profitieren, wusste Hortmann-Scholten zu berichten. Standortvorteile bei der heimischen Fleisch- und Milcherzeugung liegen nach seinen Ausfüh-rungen unter anderem in der marktnahen Produktion, einem vergleichsweise hohen Verkaufspreis durch den regen Handel und Wettbewerb, der leistungsfähigen Mischfutter- und Fleischverarbeitungsindustrie sowie dem hohem Leistungsstandard in der Erzeugung. Als weitere Vorteile zählte der Agrarexperte die leistungsfähigen Beratungsstrukturen, den guten Ausbildungsstand der Landwirte und die zumeist solide Finanzierung der Veredlungsbetriebe auf.
„Die Zukunft der Fleischmärkte liegt in Asien“, zitierte Hortmann-Scholten eine von den Experten geteilte Meinung des dänischen Fleischunternehmers Knud Buhl. Nicht nur, dass dort deutlich hö-here Preise erzielt würden als hierzulande und zudem der deutsche Markt entlastet werde. Auch könnten dort viele Teile der Tiere wie Pfoten, Ohren und Köpfe zu guten Preisen verkauft werden, die bei uns keinen Abnehmer fänden.
„In China sind Schweineohren eine Delikatesse“, verdeutlichte Dr. Albert Hortmann-Scholten. Eine Aussage, die nicht nur die beiden Grevener Bankvorstände Manfred Oeing und Andreas Hartmann sowie ihr Vorstandskollege Albert Topphoff von der Volksbank Saerbeck, sondern auch die rund 100 heimischen Landwirte im Veranstaltungsraum der Volksbank Greven schmunzelnd zur Kenntnis nahmen.
Greven, 29.11.2007