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Volksbank Greven eG
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„Der dressierte Bürger“

 

„Management-Autor Nr. 1 in Deutschland“ Dr. Reinhard K. Sprenger über Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Individualität / Vortragsveranstaltung der Volksbanken in der Stadthalle Rheine

Vollbesetzte Stadthalle

„Vieles von dem, was Sie jetzt hören, wird Ihnen nicht gefallen“, stellte Dr. Reinhard K. Sprenger in seinen Eingangsworten lapidar fest. Doch von dieser zunächst eher unerfreulichen Ankündigung ließen sich am Montagabend (26. November) die über 500 Zuhörer in der vollbesetzten Stadthalle Rheine nicht beeindrucken und blieben auf ihren Stühlen sitzen. „Der dressierte Bürger“ – so lautete das Vortragsthema, zu dem der „Management-Autor Nr. 1 in Deutschland“ (Handelsblatt) auf Einladung der Volksbank Greven und der übrigen Volksbanken im Altkreis Steinfurt tiefgreifend zu ihnen sprach.

Selbstverantwortung, Eigeninitiative, Individualität.

Das sind die Grundthesen, für die der Managementberater und Philosoph aus Essen steht. „Ich bin gegen einen Staat, der sich in mein Leben drängt, der mich gängeln will, der mich zu erziehen versucht“, verdeutlichte Sprenger. „Damit sind Sie ganz nahe an der genossenschaftlichen Philosophie von Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung“, konstatierte Bankvorstand Hans-Jürgen Kreitschinski von der Volksbank Ochtrup in seinen einleitenden Worten.

Mut zu eigenen Entscheidungen

Das Rezept von Sprenger, der viele Dax-100-Unternehmen berät, ist einfach: Mehr Mut zu eigenen Entscheidungen, hin zur Selbstbestimmung, zur Wahlfreiheit und Auflehnung gegen die „staatlich organisierte Respektlosigkeit“, die den einzelnen Bürger im Stande der Unfreiheit halten will. „Machen Sie sich klar, die Hand, die Sie füttert, kann auch strafen“, erklärte der Management-Guru mit Blick auf die Steuerlast. Die habe zwar jeder Bürger zu tragen, andererseits gebe es aber auch viele finanzielle Anreize, von denen viele wiederum in Form von Subventionen (Theaterbesuch) und sonstigen Transferleistungen (Eigenheimzulage) profitieren. Seine provozierende These: Der Staat zieht Steuern ein, die partiell rückerstattet werden - entsprechendes Wohlverhalten vorausgesetzt.
Lediglich als Ordnungsmacht mit einem weltweit anerkannten Rechtssystem („Das müssen wir schützen!“) ist für ihn der Staat gefragt. Ansonsten solle sich die Obrigkeit möglichst raushalten, und das Unternehmertum vor Ort, „die kleinen Einheiten“, nicht in ihrer wirtschaftlichen Entfaltung behindern. Was kann man also tun? Sein positives Fazit: „An der Freiheit des anderen kommt niemand vorbei.“ Und: „Haben Sie Respekt vor den Lebensentwürfen anderer Menschen.“ 

Greven, 29.11.2007